Pergola-Pflege: Was jährlich zu tun ist
Eine Aluminiumpergola braucht wenig Pflege, aber nicht keine. Verstopfte Entwässerungsrinnen und verschmutzte Führungsschienen verursachen die meisten Schäden — und beides lässt sich in einer Stunde im Jahr vermeiden.
Warum Pflege wichtig ist
Aluminium rostet nicht, deshalb halten viele eine Pergola für wartungsfrei. Die Schäden entstehen nicht am Aluminium, sondern an Entwässerung, Dichtungen und Mechanik. Eine verstopfte Rinne lässt Wasser über die Kante laufen; verschmutzte Schienen ermüden den Motor.
Die meisten Reklamationen, die uns erreichen, gehen nicht auf Material- oder Montagefehler zurück, sondern auf über Jahre unterbliebene Reinigung. Der Aufwand ist gering, die Wirkung auf die Lebensdauer erheblich.
Der jährliche Wartungsplan
Ein Durchgang im Frühjahr und eine Kontrolle im Herbst genügen für die meisten Anlagen. Im Frühjahr wird der Winterschmutz entfernt, im Herbst die Anlage auf Regen und Wind vorbereitet.
Bei Anlagen in Küstennähe oder unter Bäumen empfehlen wir zusätzlich einen Zwischendurchgang im Hochsommer, weil sich Salz und Pollen schneller ansammeln.
| Zeitpunkt | Arbeit | Dauer |
|---|---|---|
| Frühjahr | Rinne und Fallrohr spülen | 20 min |
| Frühjahr | Lamellen und Profile reinigen | 30 min |
| Frühjahr | Dichtungen sichtprüfen | 10 min |
| Herbst | Rinne von Laub befreien | 15 min |
| Herbst | Motorlauf und Sensoren prüfen | 10 min |
| Herbst | Schrauben der Pfostenbefestigung prüfen | 10 min |
Entwässerung: der wichtigste Punkt
Bei einer bioklimatischen Pergola fließt das Regenwasser über eine Rinne im Rahmen in die hohlen Pfosten und von dort ab. Blockiert Laub oder Sand diesen Weg, staut sich das Wasser und läuft über die Rahmenkante.
Zur Kontrolle genügt ein Eimer Wasser: Es sollte innerhalb weniger Sekunden am Pfostenfuß austreten. Dauert es länger oder tritt gar kein Wasser aus, ist der Kanal verstopft und muss gespült werden.
Die Auslassöffnung am Pfostenfuß darf nicht durch Bodenbelag oder Pflanzkübel verdeckt werden — ein Fehler, den wir häufig bei nachträglich verlegten Terrassenböden sehen.
Reinigung von Lamellen und Profilen
Aluminiumprofile werden mit lauwarmem Wasser und milder Seife gereinigt. Scheuermittel und lösemittelhaltige Reiniger greifen die Pulverbeschichtung an. Ein Hochdruckreiniger sollte nicht direkt auf Dichtungen gerichtet werden.
- Weiches Tuch oder Schwamm, keine Scheuerpads
- Milde Seife, kein Chlor und keine Lösemittel
- Lamellen für die Reinigung waagerecht stellen
- Bei Küstenlage zweimal jährlich mit Süßwasser spülen
Motor und Mechanik
Der Lamellenmotor braucht keine Schmierung, die Lagerpunkte sollten aber staubfrei bleiben. Ein Motor, der beim Öffnen ungewöhnlich laut wird oder stockt, weist meist auf Schmutz in der Lamellenaufnahme hin, nicht auf einen Motorschaden.
Sensoren prüfen
Regen- und Windsensoren sollten einmal jährlich getestet werden. Beim Regensensor genügt es, die Sensorfläche mit Wasser zu benetzen und zu beobachten, ob die Lamellen schließen. Staub auf der Sensorfläche ist die häufigste Fehlerursache.
Notbedienung
Bei Stromausfall lässt sich die Anlage manuell bedienen. Wo diese Entriegelung sitzt und wie sie funktioniert, sollte einmal ausprobiert werden — nicht erst, wenn sie gebraucht wird.
Befestigungen
Die Schrauben der Pfostenfüße lockern sich durch Windlast über Jahre. Ein jährliches Nachziehen mit dem Drehmomentschlüssel ist die wirksamste Einzelmaßnahme für die Standsicherheit.
Vorbereitung auf den Winter
In Antalya friert es selten, dennoch bringt der Winter Starkregen und Sturm. Vor der Saison sollten Rinne gespült, Zip-Screens eingefahren und lose Gegenstände unter der Pergola gesichert werden.
In schneereichen Regionen ist zusätzlich die Schneelast zu beachten: Bioklimatische Lamellen sollten bei Schneefall geschlossen bleiben, weil sich in geöffnetem Zustand Schnee zwischen den Lamellen sammeln kann. Für die Küstenregion Antalya ist das praktisch nicht relevant.
Fazit
Rinne spülen, Profile reinigen, Dichtungen ansehen und Schrauben nachziehen — mehr braucht eine Aluminiumpergola nicht. Etwa zwei Stunden im Jahr genügen, um die Lebensdauer der Anlage deutlich zu verlängern.
Wer die Arbeit nicht selbst übernehmen möchte, kann sie beauftragen. Wir bieten für alle von uns montierten Anlagen einen jährlichen Wartungsdurchgang an, der alle hier genannten Punkte abdeckt.